Wacholderheiden der Ostalb

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Die Vegetation der Wacholderheiden

Wacholderheiden sind magere, d. h. karge und trockene Rasen, auf der Ostalb - mit Ausnahme einiger bodensaurer Standorte im Albuch und auf dem Härtsfeld - Kalkmagerrasen. Die Pflanzenzusammensetzung wird vom Schaf bestimmt, da es alles, was ihm schmeckt und mit dem Maul erreichbar ist, frisst. Ungenießbare, giftige oder stachelige Pflanzen werden dagegen stehen gelassen und prägen somit die niederwüchsige Pflanzendecke. Die verschmähten und deshalb auf unseren Heiden stark vertretenen Pflanzen haben ihre "Weidefestigkeit" verschiedenen Eigenschaften zu verdanken.
      Die lichtbedürftige Küchenschelle
(Pulsatilla vulgaris)
gehört zu den ersten Frühjahrsblühern extensiv genutzter Heiden. Sie wächst auf mageren Kalkverwitterungsböden und enthält den Giftstoff Anemonol.
  Der Deutscher Enzian
(Gentianella germanica)
entfaltet erst im Herbst seine Blüten.
 
Es sind bitter schmeckende Arten, aufgrund ihres Gehalts an ätherischen Ölen scharf schmeckende Arten, Giftpflanzen, mit Dornen, Stacheln oder Nadeln bewehrte Gehölze, Distelgewächse und eng an den Boden angeschmiegte Rosettenpflanzen. Auch ein außerhalb des Beweidungszeitraums liegender Entwicklungs- und Blühzeitpunkt ist für das Überdauern auf den Schafweiden vorteilhaft: Frühjahrsblüher (z. B. Küchenschelle) oder Herbstblüher, wie z. B. die Enzianarten oder Herbstdrehwurz (Spiranthia spiralis) entgehen somit der Gefahr, gefressen oder zertreten zu werden.


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